GESCHWORENENPROZESSE


GLANZ UND ELEND EINER INSTITUTION


KATHARINA RUEPRECHT, ASTRID WAGNER
HERAUSGEBER: MARKUS DRECHSLER


Verlag Edition Blickpunkte Wien, ISBN: 979-866-982-500-3


Eine junge Frau wird mit Benzin übergossen und verbrannt. Der Wahrspruch lautet auf fahrlässige Tötung. Zwei Polizisten werden mit gezielten Schüssen aus nächster Nähe erschossen. Der Wahrspruch lautet auf Freispruch. Ein Mann wird wegen schweren Raubes verurteilt, obwohl der Raub nie stattgefunden hat.
Wie kommen Geschworene zu ihrem Wahrspruch? Welchen Einflüssen sind sie ausgesetzt? Haben sie ihrem Gewissen zu folgen oder dem Gesetz?
Dieses Buch bietet einen Überblick zur Thematik Geschworenenprozess und mit der Schilderung authentischer Fälle eine überaus spannende Lektüre.

MASSNAHMENVOLLZUG


MENSCHENRECHTE WEGGESPERRT UND ZWANGSBEHANDELT


HERAUSGEBER: MARKUS DRECHSLER


Verlag Mandelbaum Wien, ISBN: 978-385-476-527-1


Der Maßnahmenvollzug - eine vielfach umstrittene Methode der Unterbringung von angeblich gefährlichen Rückfalltätern. Das seit den 1970er-Jahren in
Österreich bestehende Gesetz steht kurz vor einer Reform. Rechtzeitig dazu werden in diesem Band Problembereiche zu diesem Modell behandelt.
Der Maßnahmenvollzug, Paragraph 21 des österreichischen Strafgesetzbuchs, besteht seit den 1970er-Jahren und ist als Modell zu »Therapie statt Strafe­« vom damaligen Justizminister Christian Broda geschaffen worden. Die Einweisungszahlen haben sich daraufhin in kurzer Zeit dramatisch erhöht. Derzeit sind ca. zehn Prozent der Gefangenen in Österreich im Maßnahmenvollzug.
Nach dem aufsehenerregenden Fall eines Untergebrachten, dessen Füße während seiner Anhaltung verfault sind, und jahrelanger Kritik von namhaften Experten, hat Justizminister Wolfgang Brandstetter gehandelt und eine Arbeitsgruppe zur Reform ins Leben gerufen. Zeitnah zur anstehenden Gesetzesreform und der Schaffung eines eigenen Maßnahmenvollzugsgesetzes werden nun in der vorliegenden Publikation alle Problembereiche des Maßnahmenvollzugs dargestellt. Kontrovers wird derzeit eine mögliche Reform des Gesetzestextes und dessen Umsetzung in der Praxis diskutiert.

Abnorme Strafe - Menschen und der Maßnahmenvollzug

Christine Hubka & Markus Drechsler
mit einem Vorwort von Jean Ziegler

Verlag Edition Blickpunkte Wien


Menschen im Maßnahmenvollzug – Menschen am Rande der Gesellschaft. Bis vor kurzem hieß es noch „geistig abnorm“ und „Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher“.

Im März 2023 tritt die Reform des Maßnahmenvollzugs in Kraft. Die unendliche Geschichte dieser Reform ist jedoch damit noch lange nicht zu Ende. Denn der Teufel sitzt, wie so oft, im Detail.

Die hier zehn vorgestellten Beispiele von Menschen im Maßnahmenvollzug stellen jeweils eine Frage an den Vollzug. Zuletzt zeigt ein Best-Practice-Beispiel, wie das Zusammenspiel positiver Kräfte den Maßnahmenvollzug human gestalten kann zum Wohl des Betroffenen und auch der Gesellschaft.

ANGEHÖRIGE IN HAFT


EIN LEITFADEN FÜR BETROFFENE


CHRISTINE HUBKA
HERAUSGEBER: MARKUS DRECHSLER


Verlag Edition Blickpunkte Wien, ISBN: 979-886-635-971-4


Was tun, wenn eine mir wichtige Person in Haft genommen wird?
Praxisnah werden die wichtigen, aber zumeist unbekannten, Regelungen und Erfahrungen geteilt.
Von der unerwarteten Inhaftierung oder einem angeordneten Haftantritt führt dieses Buch durch die Untiefen der österreichischen Justizanstalten.
Ein Buch für alle, die mit dieser neuen und meist verwirrenden Situation konfrontiert sind.

ICH REITE DEN DRACHEN


ELTERN IM GEFÄNGNIS - FÜR KINDER VON 5-10


CHRISTINE HUBKA; MATTHIAS GEIST

ILLUSTRATIONEN VON J.P.PREISS

HERAUSGEBER: MARKUS DRECHSLER


Verlag Edition Blickpunkte Wien,ISBN: 979-887-027-690-8


Für Kinder ab 5 bis 10; für Erwachsene, die mit Kindern über die Inhaftierung von Angehörigen reden müssen; für Pädagogen und Sozialarbeiter.

 

Zufällig hat Jan gehört, dass sein Vater im Gefängnis ist. Aber er kann dieses Wissen mit niemandem teilen. In Jans Bauch ist seitdem ein Drache, der besonders in der Nacht ganz groß wird und drückt. Eines Nachts findet Jan auf geheimnisvolle Weise den Zugang auf eine Wiese. Dort trifft er Fanny, die auch einen Drachen hat, den sie sogar reiten kann. Fanny zeigt Jan, wie er mit seinem Drachen umgehen kann, sodass der ihn nicht mehr bedroht, sondern ihm sogar hilft, sein Problem zu überwinden. Auch die Mutter findet aus ihrer Erstarrung zurück und nimmt die Dinge in die Hand. Da es einige Zeit dauert, eine Besuchsbewilligung zu erhalten, schreibt Jan dem Vater noch am selben Tag einen Brief. Der Drache ist bei alldem ein sensibler Begleiter, der Jan daran erinnert, auch seine Angst, seine Traurigkeit, seine Hilflosigkeit zuzulassen und daraus Kraft zu schöpfen. Am Ende ist aber die Mutter wieder diejenige, die für Jan da ist und für ihn sorgt. Jan kann wieder in der Geborgenheit eines Kindes leben – trotz allem …

Der Gefangenenseelsorger Matthias Geist gibt im Anhang psychologische und praktische Hinweise, wie mit Kindern die schwierige Situation bei der Inhaftierung eines Elternteils gelebt werden kann. Unter anderem werden folgende Fragen angesprochen: die Gestaltung des eigenen Alltags / ob und wie über die Haft gesprochen wird – in Beruf, Schule, Kindergarten und privatem Umfeld / geeignete Hilfe für alle Betroffenen / Kontaktmöglichkeiten und wie diese gestaltet werden können, Fragen nach dem „Warum“, „Wie schaffe ich das?“ und andere persönliche Fragen.